Weihnachten mitten im Sommer

Bei uns im Büro und auch hier im Blog lachen wir ja ab und zu über die komischen Arbeitszeiten von Autoren. Unsere Weihnachtsqueen, Barbara Peters, schreibt zum Beispiel mitten im Sommer Adventskalender-Geschichten. Ein paar davon sind bereits gedruckt und liegen jetzt als Belegexemplare im Büro herum.

Versuchsweise habe ich mal reingelesen und jetzt fühle ich mich… weihnachtlich! Also ehrlich! Das muss erstmal jemand schaffen: einen Text so zu schreiben, dass die Weihnachtsstimmung selbst mitten im Sommer auf den Leser überspringt. Herzlichen Glückwunsch, liebe Kollegin! Du hast es geschafft, dass ich im T-Shirt im Büro sitze und schwärmerisch an Spekulatius und Vorweihnachtsfreude denke. Gekonnt ist eben gekonnt!

Haltet schon mal Ausschau nach dem Adventskalender des Kaufmann Verlags. Das Paket enthält 24 Adventsgeschichten und einen Fensterbild-Adventskalender. (Sehr cool: man zieht jeden Tag ein Stück Klebefolie ab und dahinter kommt ein Weihnachtsbild zum Vorschein.) Ich hätte sowas als Kind jedenfalls haben wollen.

 

Hurra! Ich bin nicht allein,

auch andere Menschen an anderen Orten beschäftigen sich schon im Hochsommer mit winterlich-weihnachtlichen Gedanken. Zum Beispiel die Büchereizentrale Schleswig-Holstein in Flensburg. Dort wird zur Zeit die Vorlese-Initiative Dezembergeschichten 2017 geplant. Und eines der beiden Bücher, die dort für die besinnliche Vorweihnachtszeit vorgeschlagen werden ist dieses:

Zusammen mit der Illustratorin Wiltrud Wagner habe ich mir diese Adventsgeschichten ausgedacht. Alma, die kleine Maus wünscht sich Veränderung, deshalb verlässt sie die heimatliche Mausehöhle und macht sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Dabei erlebt sie Aufregendes, Spannendes und Wunderschönes. Wiltrud Wagner hat das mit feinen, kleinen Bildern illustriert, die die Kinder bearbeiten und eigenständig gestalten können, so dass jedes Kind am Ende ein eigenes, individuelles, buntes Bilderbuch in Händen hält.

Genaueres über die Initiative der Büchereizentrale findet ihr hier. 

Was wäre ich ohne die Kollegin?

Als ich heute früh das Schreibkontor betrat, traute ich meinen Augen kaum. War das dort vorne wirklich mein Schreibtisch? Mit dem silbernen Stern und den blinkenden Glühbirnchen? Mit der kleinen, mit Weihnachtskugeln geschmückten (Plastik)tanne? Und den Goldlamettafäden, die sogar auf dem Teppich lagen?

(Auf der Stelle kamen Kindheitserinnerungen hoch: Wenn wir im Flur am Weihnachtsmorgen ein silbriges Stückchen Lametta fanden, wussten wir: Das Christkind war da gewesen und hatte in der Nacht in der Eile ein Haar verloren!)

Das weihnachtliche Schreibtischensemble wurde gekrönt von einem rotfunkelnden, wunderbar geschmackvollen Lametta-Stern und einer, in mühevoller Handarbeit ausgesprochen stimmungsvoll gestalteten WEIHNACHTSKARTE!!!!!!!!!!!

Sofort war mir klar: Die Kollegin will mir helfen, mich unterstützen. Sie will für Inspiration sorgen, denn sie weiß, woran ich arbeite – wieder einmal an einem Weihnachtsprojekt. Und natürlich hat sie mein Stöhnen und Jammern gehört, wenn ich, Eis schleckend, im schattig-schönen Innenhof des Lübecker Kinderliteraturhauses saß und in der drückenden Hitze kläglich fragte: „Wie soll ich denn so nur in Weihnachtsstimmung kommen?“ Die Kollegin konnte meinen Jammer nicht mehr mit ansehen (und anhören) und deshalb schritt sie zur Tat. Und das sieht nun so aus:

Danke, liebe Kollegin! Dein Wirken hat bereits Wirkung gezeigt. Ich bin heute mit meinem Weihnachtsprojekt ein gutes Stück vorangekommen!

Und wieder gibt es etwas Neues zu berichten

Gerade sind die Belegexemplare eingetroffen:
16 Mini-Büchlein mit spannenden und lustigen Geschichten für die zweite und dritte Klasse in einem praktischen Pappschuber sind im Buch Verlag Kempen erschienen. Unter dem Titel Lesespaß-Kiste für Profis versammeln sich Texte in vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, geschrieben von Barbara Peters und illustriert von Daniela Heirich. Passend dazu gibt es ein Begleitheft mit zweifach differenzierten Aufgaben zu jeder Geschichte.

   

Ein neues Kinderbuch im Schreibkontor

In wenigen Tagen erscheint Anja Ackermanns Buch:

Ein Roman für Kinder ab 8

Arena Verlag 2017, 136 Seiten, mit Illustrationen von Cornelia Haas

Merkwürdige Dinge passieren seit einiger Zeit im Kürbisweg: Ständig riecht es nach vergammeltem Blumenkohl, Gartenzwerge fliegen durch die Luft, Blumen werden aus ihren Betten gerissen und Laternenmasten umgebogen. Bestimmt steckt diese komische Familie dahinter, die neu in die Straße gezogen ist. Nur Jari, der das Gespenstermädchen Nilla und ihre Familie schon kennengelernt hat, weiß, dass die ganz bestimmt nichts damit zu tun haben.